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Grimsel- Furkapass

Luzern - Giswil - Brünigpass - Meiringen - Innertkirchen - Grimselpass - Gletsch - Furkapass - Andermatt - Göschenen (Autobahn) - Luzern
Total ca. 175 km
Fahrtzeit ca. 2 Stunden, 30 Minuten

(Angaben ohne Gewähr!)



Treffpunkt Pass

Wenn man mit Sicherheit Motorradfahrern begegnen möchte, braucht man nur auf einen Schweizer Pass zu fahren. Susten, Furka, Grimsel, Oberalp und der Brünig sind praktisch immer von Motorradfahrern bevölkert, auch unter der Woche.



Und los geht's, hinauf Richtung Grimselpass 



Der Grimselpaß ist einer der jüngsten Schweizer Alpenpässe. Jahrelang war er auf seiner Südflanke eine ewige Baustelle, aber mittlerweile verfügt er durchgehend über eine gut ausgebaute, breite Fahrbahn, was einen gravierenden Nachteil hat: Zur Ferienzeit wälzen sich nicht enden wollende Schlangen von Autos und Reisebussen den Berg hinauf. Einige von ihnen haben sich zudem unten im Tal den Tank noch bis unter den Deckel füllen lassen und schlabbern dann gelassen eine schmierseifenartige Dieselspur in jede Kehre. Vorsicht ist hier geboten, was auch für alle anderen Paßstraßen gilt, die vom Auto- und Bustourismus heimgesucht werden.




 

Auffahrt Richtung Passhöhe, Seite Innertkirchen

Der ganze Berg ist ein riesiges Kraftwerk, eines der größten in Europa. Äußerlich sind die beiden Stauseen mit über 100 Millionen Kubikmetern die markantesten Punkte. Sie werden von einem weitläufigen System aus unterirdischen Kraftanlagen, Speicherbecken und Druckstollen ergänzt, die bis hinunter ins Tal reichen. Ganz oben auf der Grimselpaßhöhe liegt, umrahmt von abgerundeten Steinmassen, der Totensee. Auch er ist aufgestaut, wenngleich man die Staumauer nicht sieht. Seinen Namen verdankt er einer makabren Begebenheit, Ende des 17 Jahrhunderts kämpften Österreicher und Franzosen auf dem Gebirgspaß gegeneinander. Da man die Toten in dem harten Granitgestein nicht begraben konnte, warf man sie kurzerhand in den See.




 

Blick zurückr Richtung Innertkirchen

Die riesigen Stauseen kurz vor Passhöhe Staudamm hinüber Richtung Hotel Grimsel Hospiz Hotel Grimsel Hospiz


Die Aussicht vom Grimselpaß ist dann wieder fantastisch. Der Rhonegletscher glitzert in der Sonne. Die Aussicht auf der anderen Seite ist so recht nach unserem Geschmack.Unter uns zieht die Grimselstraße an der steilen Felswand in sechs Kehren hinunter nach Gletsch, ein kleiner, malerischer Ort, der eigentlich nur aus seinen riesigen, altertümlichen Hotels besteht. Lange Zeit war geplant, dieses Kleinod in einem der Stauseen zu versenken. Mittlerweile ist die Restaurierung der Hotels in vollem Gange, so daß der Ort bald wieder in seiner einstigen Pracht erstrahlen wird.




 

Noch einen Blick Richtung Wallis. Hier hat man die Möglichkeit auch über den Nufenen zu fahren.

Blick hinunter Richtung Gletsch und gleich wieder hinauf Richtung Furkapass, einfach geil!



Ganz deutlich ist das Kurvengeschlängel der zwischen 1864 und 1866 erbauten Furkastraße zu erkennen (Neu Ausgebaut 2002), die zum (2436 METER) nächsten Paß, dem 2431 Meter hohen Furka führt. Aber zunächst müssen wir hinunter nach Gletsch, an der noch jungfräulichen Rhone vorbei, die hier Rotten genannt wird. Ein silbernes Band durchschneidet das schattige Tal zwischen den beiden Hängen.Das schmale Bächlein wird sich 800 Kilometer weiter als wasserreichster Fluß Frankreichs ins Mittelmeer ergießen: die Rhone.




 

Wer ist das wohl?

Oberhalb der kurvenreichen Furkastraße schimmern die Eismassen des Rhonegletschers in verschiedenen Blautönen. Seine Zunge reichte in früheren Jahrhunderten bis hinunter ins Tal, wo heute die junge Rhone fließt. in Gletsch sind noch Blockpyramiden zu sehen mit Jahreszahlen, die den damaligen Gletscherrand bezeichnen.
Fünf Kurven lassen noch einmal Fahrspaß aufkommen. In der vorletzten Kurve vor dem historischen Prachtbau des Belvedere-Hotel beherrscht der Rhonegletscher das Bild. Ein idealer Fotopunkt, um das Motorrad vor dem Eis abzulichten. Von hier aus kann man zum Gletscher und in eine Grotte hinabsteigen. Entsprechend wild ist der Verkehr rund um das Hotel. Den letzten Kilometern hinauf zur Furkapaßhöhe können wir anschließend nicht mehr so viel abgewinnen. Ueber Realp treten wir den kehrenreichen Abstieg nach Andermatt an.




 

Alles klar? ;-)