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 | Die Haldenstrasse |
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Als noch munter aufgeschüttet werden konnte
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Weil die Touristen Hotelzimmer mit Aussicht auf See und Berge wünschten, musste entsprechender Baugrund geschaffen werden. So entstand zuerst der Schweizerhof und dann der Nationalquai. Bevor die Hotellerie die Halde als Baugrund in Beschlag nahm, war dieser Uferstreifen ein malerisches Nebeneinander von kleingewerblichen Betrieben und Stapelplätzen.
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Heute ist die vielbefahrene und dementsprechend lärmige Haldenstrasse schluchtartig eingezwängt zwischen Hotel- und Geschäftsbauten (im Vordergrund rechts die St. Mark's Church). Um so ruhiger und erholsamer ist es auf der dem See zugewandten Frontseite der Luxushotels. Der dem rechten Seeufer durch Aufschüttung abgerungene Quai ist noch heute ein vielbenutztes Fussgängerparadies.
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So sah die stadtauswärtsführende Haldenstrasse im Jahre 1866 aus. Anstelle der mondänen Quaipromenade zog sich ein gewerblich genutzter Uferstreifen hin. Das am linken Strassenrand im Rohbau stehende Hotel Beau Rivage legt Zeugnis ab für den damaligen Bauboom neuer Hotels. Vorne rechts erkennt man im schmalen, dreistöckigen Haus das legendäre Restaurant Bellevue, im Volksmund «Speuztruckli» genannt.
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Heute säumen die renommierten Fremdenetablissements «National», «Kursaal» und «Palace» die südliche Flanke der Haldenstrasse. Im Schatten dieser palastartigen Gebäude zirkuliert ununterbrochen der Strassenverkehr. Völlig verdeckt ist die Sicht auf die Hausermatte. Auf der alten Fotografie ragt sie als sumpfige, unbebaute Landzunge in den See hinaus. Es handelt sich um die Hausermatte, die wegen der von 1909 bis 1976 hier durchgeführten internationalen Concours hippiques weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden sind. Die nach der Eigentümerin, der Hoteliersfamilie Hauser, benannte Matte geriet in den siebziger Jahren in den Brennpunkt der städtischen Politik. Um einen durchgehenden Uferweg vom Spittlerquai bis zum Trottli zu erhalten, stimmte die Luzerner Bevölkerung 1976 einer Aufschüttung rund um die Hausermatte zu und machten sich damit das schönste Geschenk zum 800-Jahrjubiläum der Stadt Luzern. Heute ist die Hausermatte mit einer privaten Wohnsiedlung für gehobene Ansprüche überbaut. Nur noch klassizistische Villa und das jetzt auf Land stehende Bootshäuschen erinnern an alte Zeiten.
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